4 Wege, wie du deine Selbstzweifel erfolgreich überwindest

Bist du auch schon einmal in solch einer Situation gewesen?

Wir haben an uns, unseren Entscheidungen und Fähigkeiten gezweifelt. Man stellt sich fragen wie „War das jetzt richtig?“, „Bin ich dafür gut genug?“ oder „Kann ich das überhaupt?“

Menschen, die an sich selbst zweifeln, erleben eine Unsicherheit in Bezug auf Dinge, die sie nicht kontrollieren können. Oder sie machen sich Sorgen, dass die Dinge nicht nach Plan laufen. Ein gewisses Maß an Selbstzweifel ist durchaus gesund. Es zeigt, dass wir verstehen, was wir verbessern müssen, um bessere Leistung zu erbringen, um uns weiterzuentwickeln und ein erfolgreicheres Business zu führen. Selbstzweifel existieren schließlich, um uns zu zeigen, dass wir nicht immer recht haben. Mit Selbstzweifeln hinterfragen und fordern wir uns selbst heraus, während wir nach innen reflektieren. Ab einem bestimmten Maß kann es aber auch zu negativen Auswirkungen kommen! 

Denn anhaltende Angst und Selbstzweifel können unser Leben stark beeinträchtigen.

  • In einer Gesellschaft, die das Außergewöhnliche schätzt, kommt es häufig vor, dass Selbstzweifel zu einem chronischen Zustand werden. Wenn dies der Fall ist, fangen wir häufig an, uns selbst „im Weg zu stehen“ und haben Schwierigkeiten zu erkennen, wo die positiven Eigenschaften und Erfolge liegen. Das sind ungesunde Selbstzweifel.
  • Wenn wir unsere eigenen guten Eigenschaften nicht sehen können, ist es schwierig, die Motivation aufrechtzuerhalten. Wir glauben dann vielleicht, dass wir unsere Ziele nie erreichen werden, dass wir kein Talent haben oder unserem Partner nicht würdig sind.
  • Wir denken, dass wir nicht gut genug sind. Wir denken, dass wir das alles gar nicht verdient haben und gleich jemand kommt, der uns diesen Erfolg, die Partnerschaft oder den Kunden wieder wegnimmt.
  • Sobald wir kleine Fehler machen, sehen wir sie als Beweise für unsere Schwäche und unsere Unwürdigkeit.

Ungesunde Selbstzweifel können mit einem gierigen Parasiten verglichen werden, der immer mehr von uns verzehrt und sich von unserem Selbstwertgefühl und unserer Selbstwirksamkeit ernährt.

Hier sind zwei Beispiele für dich:

  1. Petra, eine Kundin von mir, hatte lange Zeit schlaflose Nächte. Sie verwendete Schlafsprays mit Melatonin, die ihr beim Einschlafen halfen, aber sobald sie gegen 2 Uhr wach wurde, startete das Gedankenkarussell. Schaffe ich den Workshop morgen? Kann ich das? Bin ich gut genug vorbereitet? Also stand sie auf und überarbeitete den gesamten Workshop.
  2. Maria, eine weitere Teilnehmerin von WERTvoll im Business, hatte starke Kopfschmerzen. Die Ärzte fanden aber keine physischen Ursachen. Studien zeigen einen Zusammenhang zwischen ständigen Selbstzweifeln und psychischen Problemen wie Stimmungsschwankungen, geringerem Selbstwertgefühl, Angstzuständen und Depressionen. Tatsächlich entsprechen viele der Symptome, die zur Diagnose einer Depression verwendet werden, Mustern von Selbstzweifeln. Wenn Selbstzweifel einen Verlust an Motivation oder Konzentration verursachen oder Gefühle von Unentschlossenheit, Schuld, Scham oder Wertlosigkeit verursachen, können Depressionen einsetzen. Depressionen können zu Zukunftspessimismus, Vermeidung von Verantwortung, sozialer Isolation, Angst oder Phobien führen und äußern sich dann oft unter anderem als Kopfschmerzen.

Woher kommen Selbstzweifel? – Wie entstehen Selbstzweifel? 

Kein Baby kommt mit Selbstzweifeln auf die Welt. Es zweifelt nicht an sich, nur weil es noch nicht reden kann, nur weil es noch nicht laufen kann oder weil es bereits hunderte Male auf den Popo gefallen ist… Und trotzdem entwickeln sich Selbstzweifel im Laufe unseres Lebens.

Einige Ursachen dafür sind:

1. Bisherige Erfahrungen und Fehler

Vergangene Erlebnisse und Erfahrungen können einen großen Einfluss darauf haben, wie wir uns verhalten. Wenn Menschen zuvor schlechte Erfahrungen gemacht haben, wie zum Beispiel eine missbräuchliche Beziehung, immer wieder klein gemacht zu werden oder ohne konkrete Begründung gefeuert worden zu sein. Unsere Psyche kann in diesen Fällen einen großen Schaden nehmen und Selbstzweifel produzieren. Ab einem bestimmten Punkt nimmt man seine Selbstzweifel als eine falsche Realität wahr und glaubt, dass sie der Wahrheit entsprechen.

2. Erziehung

Unsere Erziehung spielt eine große Rolle bei der Gestaltung unserer Gewohnheiten und der Persönlichkeit. Wenn wir von Eltern erzogen wurden, die uns ständig sagen, dass wir nicht gut genug wären oder von Schulen geprägt wurden, die Schüler stark nach ihren Noten beurteilen, haben wir vielleicht bereits die Gewohnheit verinnerlicht, uns selbst negativ zu hinterfragen.

3. Vergleiche mit anderen

Es ist für uns nicht unnatürlich, sich mit anderen zu vergleichen, denn wir leben in einer Welt des Wettbewerbs. Wir vergleichen uns mit der Freundin, die sich alles leisten kann, mit der Mitbewerberin, die zehntausende Follower hat und mit der Kollegin, die ja sooo erfolgreich ist. Zu leicht können wir unsere Arbeitsleistung mit Kollegen oder gar Fremden in der überwältigenden Welt der sozialen Medien vergleichen. Schnell kommt man zu einem Punkt, an dem man beginnt, das Leben anderer zu beneiden und zu denken, dass es einem nicht so gut geht wie denen.

4. Urängste aus der Vergangenheit, die bei Unsicherheiten und neuen Herausforderungen zuschlagen

Instinktiv wittert unser Stammhirn Gefahr und schon setzt das bewusste Denken aus. Der Überlebensmodus schaltet sich ein – Denken wird dann zweitrangig.

Dabei erkennt es drei Gefahren, die sich in Urängsten zeigen…

  1. Angst vor Misserfolgen
    Menschen haben Angst vor Misserfolgen, vor Fehlern, davor ausgelacht und für Fehler bestraft zu werden.
  2. Angst vor Zurückweisung
    Wenn wir Fehler machen, dann werden wir nicht mehr geliebt – dann sind wir nicht liebenswert.
  3. Angst vor Überanstrengung
    Aus der Komfortzone zu kommen, sichtbar zu werden, bedeutet Anstrengung.

Ich kann mich noch an mein erstes Facebook Live erinnern. Gefühlt habe ich mich stundenlang vorbereitet. Ich habe einen ganzen Tag damit verbracht, Wort für Wort mein Live vorzubereiten. Das war anstrengend. Ich habe meinen zweiten Live dann immer wieder hinausgeschoben, bis ich einen einfacheren Weg entdeckt habe – nämlich einfach „machen“ und nach meinem Schnabel zu reden.

Selbstzweifel erfolgreich überwinden – 4 erprobte Schritte

  1. Verbinde dich mit anderen!
    Manchmal vergessen wir, wie kritisch wir uns selbst gegenüber sein können. Gute Freunde können ein sehr effektiver Persönlichkeitsspiegel sein. Sie können dir Dinge widerspiegeln, die du möglicherweise nur schwer selbst sehen kannst. Frage einfach „Was gefällt dir an mir?“
    Wenn du dich selbst isolierst, verschlimmerst du die Abwärtsspirale und der Parasit kann sich weiter ernähren.
    Auch wenn dir nicht danach ist, verbringe Zeit mit anderen. Du wirst feststellen, dass du nicht so allein bist, wie du vielleicht dachtest.
  2. Selbstzweifel schwinden, wenn wir uns mit uns selbst verbinden
    Mir persönlich und auch meinen Kunden hilft Journaling . Das Notieren von Erfolgen und Stärken kann den Selbstwert wieder aufbauen und einen ermutigen. Manche Leute finden es hilfreich, ein Tagebuch zu führen, da das Aufschreiben von Gedanken zu neuen Erkenntnissen führen kann.
  3. Vergleiche dich nicht mit anderen
    Wenn du dich vergleichen möchtest, dann nur mit dir selbst – wie warst du vor einem Jahr oder vor einer Woche. Vergleiche mit anderen hinken. Du weißt schließlich nicht, was hinter dem scheinbaren Erfolg deiner Mitbewerberin steckt. Du siehst nur den augenscheinlichen Erfolg.
    Was wir steuern und worauf wir uns konzentrieren können, ist unser eigener Weg und wohin wir ihn gehen wollen, unabhängig davon, wo andere Menschen sind oder was sie getan haben.
  4. Achte auf dein Denken
    Wenn sich negative Gedanken einschleichen, sind sie manchmal schwer zu erkennen, weil wir uns so daran gewöhnt haben. Das Imposter-Syndrom lebt von diesen negativen Gedanken, die uns sagen, dass wir dem Ort, an dem wir uns befinden, nicht würdig sind oder dass wir keine gute Arbeit leisten werden.

Wenn diese Gedanken das nächste Mal auftauchen, nimm dir einen Moment Zeit und frage dich, ob du wirklich glaubst, dass sie wahr sind.

Ich wünsche dir viel Erfolg!

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Deine Bianca

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Von |2021-12-22T12:41:32+01:00Dezember 21st, 2021|Imposter Syndrom, Gedanken, Lifestyle, Selbstvertrauen|0 Kommentare

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