„Das schaffst du nie.“ „Du bist nicht klug genug.“ „Die anderen sind viel besser, als du.“

Solche Sätze spricht die innere Kritikerin zu uns, vor allem dann, wenn wir ein neues Ziel haben, einen neuen Job anpacken wollen oder ein neues Business aufbauen wollen. Und schon bremsen sie uns aus. Was du tun kannst, damit du deine Ziele dennoch erreichst, erfährst du in diesem Blogbeitrag.

Selbstzweifel und limitierende Glaubenssätze erkennen

Mal Hand aufs Herz: Kennst du auch diese innere Kritikerin? Wie wirkt sich deine innere Kritikerin aus? Führt sie eventuell zu übertriebenem Perfektionismus oder Aktionismus oder doch eher zur sogenannten Aufschieberitis?

Da ist Vera. Sie ist perfektionistisch. Seit über 1 Jahr arbeitet sie an der ihrer neuen Webseite und sie ist noch immer nicht veröffentlicht. Täglich probiert sie neue Schriften, neue Farben und neue Bilder aus – weil die Seite noch nicht perfekt genug ist.

Oder Susanne, die schon lange die Idee für einen Onlinekurs hat und dann doch nicht umsetzt. „Im Sommer pack ich es an. Da habe ich Zeit.“ Der Sommer streicht vorüber und nichts ist passiert. Susanne schiebt den Onlinekurs auf.

Welches Ziel verfolgst du? Und wie sabotierst du dich selbst in Bezug auf dieses Ziel?

Zeigt sich dein Perfektionismus oder doch eher eine Aufschieberitis.

Damit du zukünftig jedoch aus diesem Kreislauf ausbrechen kannst, braucht es einen ganz wichtigen Schritt. WAHRNEHMEN – also das Erkennen deiner Selbstzweifel und limitierenden Glaubenssätze.

Warum du deine Selbstzweifel und limitierenden Glaubenssätze kennen solltest

Gedanken machen Gefühle machen Handlung und Entscheidungen, Erfahrungen und dann wieder Gedanken – ein ewiger Teufelskreis. Was meine ich damit. Unsere Gedanken – egal ob positiv oder negativ – führen zu bestimmten Gefühlen.

Beispielsweise wenn jemand vor einem Vortrag denkt, dass man nicht gut genug sei, dann bekommt man Angst. Vielleicht fühlt man sich unsicher und bekommt regelrecht Panik. Das zeigt sich dann in bestimmten Handlungen. Die Haut wird gerötet, man schwitzt und beginnt zu stottern. Dieses Stottern kommt beim Publikum möglicherweise schlecht an und man hört danach: Poah, der war ja schlecht. Und schon fühlt man sich bestätigt.

Diesen Teufelskreis kannst du jedoch nur durchbrechen, wenn du deine Gedanken bewusst wahrnimmst.

Bewusstes Wahrnehmen von Selbstzweifel und limitierenden Glaubenssätzen

Warum? All das spielt sich in deinem Unterbewussten ab und das kannst du nicht steuern. Das Unterbewusstsein ist für rund 99,996 % aller Gedanken, Gefühle und Handlungen verantwortlich.

Dabei basiert das Unterbewusstsein auf unseren Erfahrungen, unseren Prägungen aus der Kindheit und anderen einschneidenden Erlebnissen in unseremLeben. Daraus entsteht unser Glaubenssystem, also was wir über uns uns andere denken.

Das spannende nun ist, dass unser Selbstbewusstsein den Weg des geringsten Widestands geht und dir die Informationen ins Bewusstsein ruft, die bequem und erfolgsversprechend sind.

Es filtert Informationen aus unserem Umfeld und lässt nur jene in unser Bewusstsein, von denen es glaubt, dass sie für uns „gut“ sind.

Beispielsweise möchtest du dir ein bestimmtes, neues Auto kaufen – einen blauen BMW. Von diesem Tag an siehst du nur mehr diesen blauen BMW auf der Strasse. Und nein, es sind nicht plötzlich mehr von diesem blauen Auto verkauft worden. Dein Unterbewusstsein empfindet diese Information nun als relevant und schon bekommst du sie.

Und so kannst du nun limitierende Glaubenssätze erkennen und abbauen

Sammle daher nun zunächst mal all deine Gedanken, Selbstzweifel und limitierenden Glaubenssätze

Was sagt dir deine innere Kritikerin. Wovon möchte sie dich überzeugen? Welche Selbstzweifel hast du?

Vervollständige dazu folgende Sätze:

Ich bin nicht gut genug, weil….

Ich mache….. um mich wertvoll, anerkannt und wertgeschätzt zu fühlen.

Ich fühle mich unqualifiziert, wenn….

Ich fühle mich wie eine Hochstaplerin, wenn….

Ich kann nicht alles haben, was ich will, weil…

Notiere zunächst alles, was dir einfällt. Nimm dir dazu mindestens eine halbe Stunde Zeit. Sammle nur. Wichtig ist, dass du nicht bewertest.

Nun geh deine Notizen durch. Welche Gedanken und Gefühle wiederholen sich?

Manche Gedanken wiederholen sich. Sie tauchen immer wieder auf. Welche sind es bei dir?

Wähle nun davon 5 Gedanken aus, von denen du so richtig das Gefühl hast, dass sie wahr sind. Denen du zu 100%glaubst.

Beispielsweise könnten diese lauten:

  • Ich bin nicht gut genug als Unternehmerin.
  • Ich kann nicht privaten und beruflichen Erfolg gleichzeitig haben.
  • Geld stinkt und reiche Leute mag ja ohnehin niemand.
  • Verkaufen ist sich anzubiedern. Türklinkenputzer mag ja niemand.
  • Niemand ist bereit Geld für mein Wissen auszugeben.
  • Ich mache einen Kurs nach dem anderen, nur um die perfekte Webseite zu haben.

Und so löst du deine limitierenden Gedanken auf

The Work ist eine tolle Selbstcoaching-Methode von Byron Katie. Du findest dazu auch im Internet viele weiterführende Informationen.

Dabei wendest du die folgende Struktur für jeden kritischen bzw. negativen Gedanken an:
  1. Frage 1: Ist das wahr?
  2. Frage 2: Kannst du mit absoluter Sicherheit wissen, dass das wahr ist?
  3. Frage 3: Wie reagierst du, was passiert, wenn du diesen Gedanken glaubst? Was passiert, wenn du das glaubst? Wie reagierst du dann? Was empfindest du dann?
  4. Frage 4: Wer wärst du ohne den Gedanken? Wie wäre dein Leben ohne diesen Gedanken?
  5. Danach: Umkehrung des Gedanken, um eine neue Wahrheit zu erfahren
  • Z.B. ich bin nicht gut genug.
  • Ich bin gut genug, so wie ich bin.
  • Ich bin nicht nicht gut genug.

Und nun finde drei Beispiele aus deinem Leben, die diese Umkehrung bestätigen.

Deine

Bianca

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